Weiche Kontaktlinsen bestehen aus speziellen Kunststoffen und Flüssigkeit. Sie sind größer als die Hornhaut des Auges und überdecken somit weitaus mehr Fläche als eine formstabile Kontaktlinse.

Sie haben fest vorgegebene Tauschrythmen, das bedeutet, daß sie nur für den Gebrauch innerhalb einer gewissen Zeit vorgesehen sind. Wie lange die tägliche Tragezeit sein darf und nach wievielen Tagen die Kontaktlinse erneuert werden muss, entscheidet der Kontaktlinsenanpasser.
Für die Wahl des jeweiligen Materials ist z. B. der Sauerstofftransport durch die Kontaktlinse wichtig. Allerdings muss das durchlässigste Material nicht das beste für das individuelle Auge sein, da manches Material die Neigung zeigt, Stoffe aus dem Tränenfilm anzulagern. Dies kann wiederum eine Verringerung des Sauerstofftransports und des Komforts zur Folge haben, deshalb ist die genau abgestimmte Pflege sehr wichtig.
Kontaktlinsen aus weichen Materialien verhelfen aufgrund ihrer Flexibilität dem Träger zu einem guten Komfort unmittelbar nach dem Aufsetzen. Sie müssen aber auf jeden Fall verantwortungsbewusst angepasst und regelmässig kontrolliert werden, da sonst die Gefahr von Komplikationen am Auge größer ist und sich die tägliche komfortable Tragezeit verringern kann.
Bei oberflächlichen Beschädigungen der Hornhaut oder ähnlichen Erkrankungen kann als Therapiemöglichkeit eine sogenannte Verbandskontaktlinse aus einem speziellen weichen Material angepasst werden, die in Absprache mit dem behandelnden Augenarzt auch eine gewisse Zeit (d. h. über Nacht) getragen werden kann.


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