Netzhautvorsorge

Bei einer Kurz­sich­tig­keit von über 3 Diop­trien besteht sta­tis­tisch gese­hen ein erhöh­tes Risiko für das Auf­tre­ten einer Netz­haut­ab­lö­sung.

Daher sollte die Netz­haut alle 1–2 Jahre vor­beu­gend unter­sucht wer­den. Vor­stu­fen einer Netz­haut­ab­lö­sung kön­nen kleine Löcher oder Risse in der Netz­haut sein. Meist genügt eine ambu­lante Laser­be­hand­lung, um eine spä­tere gefähr­li­che Netz­haut­ab­lö­sung mit Seh­ver­lust zu verhindern.

Aber auch bei Men­schen ohne Augen­er­kran­kun­gen ist min­des­tens eine vor­beu­gende Netz­haut­un­ter­su­chung sinn­voll. Häu­fig ent­deckt der Augen­arzt bis­her nicht bekannte All­ge­mei­ner­kran­kun­gen oder ein beob­ach­tungs­be­dürf­ti­ges Mut­ter­mal (Ader­haut­nä­vus) am Augenhintergrund.

Vor der Unter­su­chung wer­den Ihre Pupil­len mit Augen­trop­fen medi­ka­men­tös erwei­tert. Als nor­male Neben­wir­kung tre­ten ver­mehrte Blen­dungs­emp­find­lich­keit und ver­schwom­me­nes Sehen in der Nähe für 2-​​3 Stun­den auf. Das Füh­ren eines Kraft­fahr­zeu­ges ist dann nicht zulässig.

Die vor­sorg­li­che Netz­haut­spie­ge­lung ist keine Kas­sen­leis­tung. Wer­den dabei aber behand­lungs­be­dürf­tige Ver­än­de­run­gen fest­ge­stellt, über­nimmt die gesetz­li­che Kran­ken­kasse die Kos­ten für alle wei­te­ren erfor­der­li­chen Maßnahmen.